30. September 2013

Verreisen mit pflegebedürftigen Menschen

Pflegebedürftige Menschen haben die gleichen Bedürfnisse wie gesunde und so verwundert es nicht, dass sie auch mit in den Urlaub fahren wollen. Natürlich bedarf ein solcher Urlaub eine ganz besonders Vorbereitung, wenn er nicht in einem Desaster enden soll. Wenn die Pflege durch eine ausgebildete Pflegekraft durchgeführt wird, dann sollte diese natürlich auf die Reise mitgenommen werden. Einige Pflegeeinrichtungen fördern dies sogar und bieten diese Möglichkeit offensiv in ihrer Werbung an. Trotzdem bleibt die Planung des Urlaubs in der Verantwortung der Angehörigen.

Zunächst muss nach einem passen den Hotel gesucht werden. Im Internet oder im Reisebüro kann ganz gezielt nach barrierefreien Unterkünften recherchiert werden, die also für Menschen mit einem Rollstuhl oder Rollator leicht zugänglich sind. Da immer mehr Menschen mit zunehmendem Alter zum Pflegefall werden, orientieren sich die Hotels langsam um und bauen die Hotels so, dass sie auch von behinderten Menschen bewohnt werden können. Nicht nur Hotels, sondern auch Reiseveranstalter richten sich auf die Klientel ein und organisieren Reisen, die ganz bewusst auf die Bedürfnisse älterer und pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet sind. Neben Hotels, die barrierefrei umgebaut werden, gibt es auch reine Pflegehotels. Hier können sich auch die Angehörigen ein wenig erholen. Hier arbeiten Fachkräfte, die die Familienangehörigen entlasten. Das Freizeitprogramm in diesen Hotels ist speziell auf die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Menschen ausgerichtet.

Ein gemeinsamer Urlaub kostet natürlich Geld. Leider werden die Mehrkosten von den Pflegekassen nur sehr zögerlich übernommen. Natürlich werden die üblichen Pflegetarife bezahlt, aber für die Mehrkosten kommt die Pflegekasse in der Regel nicht auf. Trotzdem sollte auf eine gemeinsame Zeit, in der auch die Angehörigen ein wenig Energie tanken können, nicht verzichtet werden. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, einen Antrag auf Zuschuss bei der Pflegekasse zu stellen. Sollte der Zuschuss nicht oder nicht in der gewünschten Höhe gewährt werden, bleibt möglicherweise der Ausweg, sich nach einer preiswerteren Lösung umzusehen. Manche Reiseveranstalter bieten Gruppenreisen für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige an, die in der Regel deutlich preisgünstiger sind.

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