17. Dezember 2016

Stärkere Verbreitung von Demenz als bislang angenommen

Demenz ist laut Umfragen eine der Krankheiten, vor der sich die Menschen am meisten fürchten. Nach aktuellen Berichten ist sie dabei weltweit jedoch stärker verbreitet als bislang angenommen wurde. Bis zum Jahr 2050 soll darüber hinaus die Zahl der Betroffenen weiter drastisch steigen. Besonders betroffen von dem Trend sollen Länder sein, die bislang nicht auf die Pflege der Demenzkranken in entsprechendem Umfang vorbereitet sind. Die Organisation Alzheimer’s Desease International, ADI, gab zuletzt bekannt, dass weltweit rund 44 Millionen Menschen mit der Krankheit leben.

Bis 2030 soll diese Zahl jedoch sprunghaft steigen und schließlich ein Niveau von 76 Millionen erreichen. Ein weiterer deutlicher Anstieg wird bis zum Jahr 2050 erwartet. Dann soll die Zahl der Demenzkranken bereits bei 135 Millionen liegen. Für die aktuelle Studie hat die Dachvereinigung insgesamt 154 Studien weltweit untersucht. Unter den Studien fanden sich auch mehrere Erhebungen, die ab 2009 in Ländern wie China und der Subsahara-Region durchgeführt wurden.

Die Organisation geht basierend auf den eigenen Ergebnissen davon aus, dass die Zahl der Betroffenen deutlich höher ist als zuletzt im September im Weltalzheimer-Bericht geschätzt wurde. Die Zahl der Betroffenen wird von dem Report des Alzheimerverbandes aktuell lediglich auf 35 Millionen geschätzt. Zwar wird auch hier bis zum Jahr 2050 von einem deutlichen Anstieg ausgegangen, allerdings soll dieser nur bei 115 Millionen liegen. Nach Angaben der Schweizerischen Alzheimervereinigung leben in dem Alpenland insgesamt 110.000 Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Bis zum Jahr 2050 soll die Zahl der Betroffenen schließlich auf bis zu 300.000 steigen. Jeder dritte Betroffene soll dann aber auch über 90 Jahre alt sein.

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