25. Februar 2014

Schweizer Altenpflege benötigt mehr Freiwillige

Die Schweiz blickt in den kommenden Jahren enormen Herausforderungen entgegen. Das Alpenland wird mit einer stetig alternden Gesellschaft konfrontiert. Der wachsende Anteil der älteren Bevölkerung sorgt dafür, dass der Bedarf an Pflegekräften und Pflegeeinrichtungen permanent steigt. Dies löst nicht nur neue Fachkräfte-Debatten aus, sondern zeigt auch, dass in der Altenpflege deutlich mehr Freiwillige benötigt werden.

Insgesamt werden in der Altenpflege in der Schweiz in den kommenden Jahren wohl 60 Prozent mehr Freiwillige erforderlich sein. Gerade in dem Alpenland stellt die Freiwilligenarbeit mittlerweile seit Jahren einen wichtigen Bestandteil der Gesellschaft dar. Wird die Freiwilligenarbeit im bisherigen Umfang weitergeführt, wird sie jedoch nicht mehr ausreichen, um das Engagement, das benötigt wird, abdecken zu können. Um die Altenpflege am Leben erhalten zu können, ist es wichtig, den Umfang dieser auf einem hohen Niveau zu halten. Das heutige Niveau wird dabei kaum ausreichen.

Im Jahr 2010 leistete etwa ein Drittel der Schweizer Wohnbevölkerung Freiwilligenarbeit. In Institutionen, sowie Vereinen haben rund 1,3 Millionen Menschen ihren Dienst geleistet. Unentgeltliche Dienstleistungen wurden von weiteren 1,2 Millionen Menschen aufgebracht. In der Schweiz ist das freiwillige Engagement enorm. Es hat sich 2010 auf eine beachtliche Anzahl von 640 Millionen Stunden summiert. Damit macht allein die freiwillige Arbeit in etwa 85 Prozent aller Arbeitsstunden aus, die im Gesundheits- und Sozialwesen der Schweiz bezahlt werden.

Bei der unbezahlten Arbeit handelt es sich mittlerweile um eine wichtige Grundlage, mit der das Funktionieren der Gesellschaft am Leben erhalten wird. Doch auch in der Schweiz zeigt sich ein anderes Bild. So nimmt der Umfang der Freiwilligenarbeit seit Jahren ab.

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