2. Mai 2015

Protein «REST» kann offenbar vor Alzheimer schützen

Alzheimer gehört zu den Krankheiten, die heute am meisten gefürchtet werden. Nun haben Forscher herausgefunden, wie sich das Protein REST auf das Gehirn von Alzheimerpatienten auswirkt. Bei REST handelt es sich um ein körpereigenes Protein, das bereits von Geburt an entscheidend die Gehirnentwicklung beeinflusst. Es ist an dieser massgeblich beteiligt. Doch nicht nur in den ersten Lebensmonaten, sondern auch im Alter spielt es eine wichtige Rolle. So könnte REST demnach die Hirnzellen vor Alzheimer schützen. Alzheimer gehört derzeit zu den Krankheiten, die am intensivsten erforscht werden. Bislang ist es Wissenschaftlern aber noch nicht gelungen, einen Heilungsweg ausfindig zu machen.

Nun könnten sie jedoch auf einen Schlüssel gestossen sein, der viele offene Fragen klärt. Wie Wissenschaftler jüngst erklärten, könnten fehlerhafte Proteine ein wichtiger Hinweis auf eine Diagnose dieser Art sein. Die Proteine sind im Gehirn der Patienten zu finden, die eine neurodegenerative Erkrankung aufweisen.

Doch auch bei dem neuen Ansatz gibt es ein entscheidendes Problem. Letztlich sind auch im Gehirn von einigen gesunden Menschen typische Alzheimerproteine zu finden. Derzeit ist noch vollkommen ungeklärt, warum manche Menschen an Alzheimer erkranken und andere nicht, obwohl auch in Ihrem Gehirn das Protein vorhanden ist. Wie die Wissenschaftler um Bruce Yankner nun herausgefunden haben, kann das REST Protein das Gehirn vor Proteinen schützen, die falsch gefaltet oder verklumpt sind. Bisher wurde REST in erster Linie in Verbindung mit der Entwicklung des menschlichen Gehirns vor der Geburt als Genschalter bezeichnet. Im Anschluss wurde diesem Protein in der Entwicklung des Gehirns jedoch keine Aufmerksamkeit mehr gezollt. Wie die Wissenschaftler nun herausfanden, kann REST offenbar schützende Gene anschalten.

Was uns aktuell bewegt.

Kategorien