29. Oktober 2016

Nicht nur Senioren sind von Demenz betroffen

Die Zahl der Menschen, die an Demenz leiden, steigt kontinuierlich an. Schon jetzt gehen Gesundheitsexperten davon aus, dass es in den kommenden Jahren eine Herausforderung besonderer Grössenordnung sein wird, die Betroffenen zu pflegen. Vor allem denn, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist, benötigen die Patienten eine sehr intensive, aber auch geduldige Pflege. Dabei gilt Demenz gesellschaftlich heute in erster Linie als Krankheit, die Senioren trifft. Dass dem jedoch nicht so ist, zeigt ein Blick auf die Details.

Auch zahlreiche junge Menschen erkranken an der schleichenden Krankheit. Dabei ist die Diagnose Demenz für viele junge Menschen noch einschneidender als für Senioren, denn während ihr Körper noch fit ist, kann der Kopf nicht mehr mit diesem arbeiten. Demenz tritt in den verschiedensten Formen auf. Mittlerweile unterscheiden Mediziner zwischen über 50 unterschiedlichen Formen. In der Schweiz leiden nach Angaben der schweizerischen Alzheimervereinigung insgesamt 110‘000 Menschen an der Krankheit. Der Anteil der Betroffenen nimmt zu.

Meist sind die Erkrankten mindestens 65 Jahre alt. Doch es gibt auch Patienten, die um einiges jünger sind. Wird jungen Menschen die Diagnose Demenz gestellt, fallen diese in der Regel vollkommen aus dem gewohnten Alltag. Auch wenn sich das Verhalten junger Menschen auffällig ändert, denken nur wenige an diese Diagnose. Immerhin haben junge Menschen einen vollen Terminplan und stehen gewissermassen mitten im Leben. Meist sind junge Menschen von der Frontotemporalen Demenz betroffen. Bei dieser Form der Krankheit sterben überwiegend Gehirnzellen ab, die sich im Stirnhirn und den Schläfenlappen befinden.

Von dieser Form der FTD sind aktuellen Zahlen zufolge heute rund fünf bis zehn Prozent aller Demenzkranken betroffen. Typische Symptome dieser Demenzerkrankung sind Sprachstörungen, Veränderungen der Persönlichkeit und Verhaltensstörungen.

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