5. März 2014

Mehr Anerkennung in Schweizer Pflege gefordert

In der Schweiz fordern sowohl zahlreiche Gesundheitsfachleute als auch Pflegefachkräfte mehr Anerkennung im landesweiten Gesundheitssystem. Von Seiten der Ärzte werden die Forderungen an sich unterstützt. Allerdings warnen sie nunmehr auch davor, dass die Verantwortlichkeiten zusehends vermischt werden.

Wie in Deutschland steht auch in der Schweiz das Pflegesystem vor enormen Herausforderungen. Grund ist vor allem die immer ältere Bevölkerung. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den kommenden Jahren in der Schweiz beachtlich wachsen. Dadurch wird letzten Endes auch die Zahl der benötigten Pflegekräfte steigen. Durch mehr Anerkennung der Pflegefachkräfte könnte bei jungen Menschen die Bereitschaft, diesen Beruf zu erlernen, wachsen.

Doch vor allem die Ärzte zeigen sich an dieser Stelle mit einer gewissen Vorsicht. Demnach befürchten sie, dass es zwischen Gesundheits- und Medizinalberufen zu einem zu starken Ineinandergreifen kommt. Dieses müsse nach Meinung der Mediziner jedoch besonders sorgfältig gestaltet sein. Bislang herrscht in der Schweiz noch eine vergleichsweise klare Trennung zwischen den Gesundheits- und Medizinalberufen. Es ist nicht neu, dass eine solche Anerkennung gefordert wird. SVP-Nationalrat Rudolf Joder legte Anfang 2011 eine parlamentarische Initiative vor, durch die die Anerkennung der Pflege im Schweizer Krankenversicherungsgesetz gesteigert werden soll. Danach soll ein Teil der Pflegeleistungen durch die Fachleute unter eigener Verantwortung erbracht werden.

Dabei soll auch ohne den Umweg über die Ärzte die Abrechnung bei der Krankenversicherung möglich sein. In der SGK stiess der Vorstoss weitgehend auf Zuspruch und erntete positive Resonanz. Derzeit setzt sich die SGK mit der genauen Ausgestaltung auseinander und legt damit eben auch die Weichen für die künftige Vorgehensweise.

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