12. Mai 2015

Europa wird zum alternden Kontinent

Europa entwickelt sich zusehends zum alternden Kontinent. Ohne die passenden Reformen dürfte es in den kommenden Jahren schwer werden, die Entwicklung weiter zu stemmen. Europaweit könnten die Sozialsysteme kollabieren, wenn es nicht gelingt, die Rentensysteme von Grund auf zu reformieren und längere, sowie effektivere Lebensarbeitszeiten umzusetzen.

Vor allem die Schuldenkrise hat sich für die Volkswirtschaften vieler Länder nicht nur zu einer Herausforderung, sondern auch zu einer massiven Belastung entwickelt. Dabei werden weitaus grössere Herausforderungen erst in den kommenden Jahren auf viele Länder zukommen. Als sicher gilt jedoch, dass diese schon jetzt eine enorme Aufgabe für die einzelnen Ländern darstellen. Die rasante Alterung der europäischen Bevölkerung stellt eine dramatische Entwicklung dar, der mit den aktuellen Renten- und Pflegesystemen nicht in ausreichender Form entgegengewirkt werden kann.

In vielen Ländern wird es in den kommenden Jahren zu einem dramatischen Anstieg jener Sozialausgaben kommen, die auf Rentner zurückgeführt werden können. Besonders betroffen sind Länder wie Deutschland, Griechenland, Spanien und auch Portugal. Das Fazit der Forscher dürfte vor allem für die Menschen selbst ernüchternd sein. Um die Systeme vor dem finalen Kollaps zu bewahren, müssen die Menschen nicht nur länger, sondern ebenso auch produktiver arbeiten. Der Staatsanteil an der Wirtschaft fällt in Europa um einiges grösser aus als in den USA. In Europa liegt er derzeit bei 50 Prozent. Auch in der Schweiz ist der Anteil nicht so hoch. Verantwortlich dafür ist in den meisten Ländern Europas das intensiv ausgebaute Sozialsystem.

Dieses System beansprucht in der Regel ein Fünftel der jeweiligen Wirtschaftsleistung. Dabei gehören die Sozialleistungen der Rentner zu den Bereichen, die am stärksten zu Buche schlagen.

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