18. März 2014

Demenz: Schlafwandeln kann frühes Anzeichen sein

Immer mehr Menschen sind von Demenz betroffen. In den kommenden Jahren wird der Anteil weiter steigen. Auch wenn den Betroffenen mittlerweile mit der Diagnose Demenz ein vielversprechender Alltag ermöglicht werden kann, ist die Krankheit an sich nicht heilbar. Nun haben Forscher herausgefunden, dass Schlafwandeln ein frühes Anzeichen von Demenz oder Parkinson sein kann. Im Fokus steht eine besondere Form des Traumschlafwandelns.

Im Zuge der aktuellen Studie haben die Wissenschaftler auch die DNA der Nachtaktiven genauer unter die Lupe genommen. Schon 2011 fanden Forscher erstmals einen molekulargenetischen Hinweis für das Schlafwandeln auf dem in der DNA vorhandenen Chromosom 20. Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass das Risiko für Erwachsene, dass sie schlafwandeln, zehn Mal höher ist, wenn bereits die eigenen Eltern herumgeisterten. Ein höheres Risiko besteht darüber hinaus bei eineiigen Zwillingen.

Viele Betroffene suchen sich mittlerweile Hilfe und wählen den Weg in ein Schlaflabor. Sie möchten vor allem wissen, was nachts mit ihnen passiert. Erkenntnisse, die daraus gewonnen werden, sind in der Tat eine große Entlastung und geben den Betroffenen ein Stück weit Sicherheit. Grundsätzlich kann jeder vom Schlafwandeln getroffen werden. Um Gefahren zu vermeiden, sollten jedoch bei bekanntem Schlafwandeln Türen und Fenster sicher abgeschlossen werden. Darüber hinaus ist es ratsam, dass die Schlüssel sicher weggesteckt werden. Begegnet man einem Schlafwandler, muss er ruhig angesprochen werden. Erschrickt er, besteht grundsätzlich die Gefahr, dass er aggressiv wird. Vielen Betroffenen hilft es, wenn sie wieder ruhig ins Bett geführt werden. Nachweislich hat sich auch die Hypnose als wirksames Mittel bewährt.

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